Videoüberwachung in Berlin

Kann die Kamera wieder helfen? Fragt heute der Tagesspiegel.

Ja, vielleicht und was dann? Im Augenblick, so scheint es, ist die Gelegenheit günstig, um lang gehegte Träume von politischen Hardlinern durchzusetzen und fast täglich wird dieser Feldzug gegen die Freiheit medial angefeuert.

Ist die Videoüberwachung erst einmal an den  „Brennpunkten“ durchgesetzt, werden weitere Begehrlichkeiten geweckt und gewiss andere Orte zu  neuen“Brennpunkten“ erklärt, denn auch da kann Videoüberwachung helfen.

Und dann? Es werden Rufe nach einer Ausweitung der Videoüberwachung kommen, denn es wird nach wie vor Verbrechen geben und die Videoüberwachung kann ja auch an weiteren Orten helfen wo noch nicht überwacht wird.

Wo wird das enden? Wird eines Tages der gesamte öffentliche Raum dauerhaft videoüberwacht? Bekanntermaßen werden dort weiterhin abscheuliche Verbrechen geschehen und Videoüberwachung kann da ja helfen.

Es wird sich in der Folge die Frage stellen, ob nicht auch minder schwere Vergehen durch Videoüberwachung besser geahndet werden können, denn wenn schon aufgezeichnet wird, warum sollen nicht selbst kleinste Vergehen geahndet werden? Mit den heutigen technischen Möglichkeiten ist so einiges vorstellbar.

Die Menschen sind gegenwärtig sehr schnell bereit, aus Angst ihre Freiheit gegen eine vermeintliche und trügerische Sicherheit einzutauschen. Sie werden aber eines Tages erkennen, dass Sie für ihre Freiheit nichts bekommen haben. Doch dann wird es wohl möglich zu spät sein. Die Sicherheit, die ihnen Versprochen wurde,  wird es nicht geben und weiß denn heute wer künftig die Instrumente der Überwachung gegen wen verwenden wird?

Schließlich stelle ich mir noch die Frage,  wie oft kann die Kamera eigentlich nicht helfen und kann die Kamera vielleicht schaden?

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